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    as Gespräch mit Eduard
    Prinz von Anhalt findet
    standesgemäß im legendären
    Berliner Adlon Hotel statt,

 auf historischen Boden, direkt am Brandenburger Tor. Und die Frage nach der richtigen Anrede für einen Prinzen beantwortet dieser salopp: Eigentlich ist ihm fast alles recht, aber mit „Prinz Eduard“ kann man nichts falsch machen. Überhaupt macht das Oberhaupt der Askanier auf Anhieb einen souveränen und humorvollen Eindruck. Die Dynastie der Askanier, erklärt der Prinz gleich zu Beginn, gibt es seit über 1.000 Jahren. Der bekannteste Vorfahre war Albrecht der Bär, dessen Enkel Berlin gründeten und der heutigen Hauptstadt ihr Wappentier schenkten.

Und wie sieht sich Prinz Eduard als Oberhaupt einer so traditionsreichen Dynastie – ist er eher streng oder milde? Seine Familie ist klein und leicht zu managen, erwidert er. Dann lacht er und meint, heutzutage kann man sowieso nicht mehr streng sein. „Nutzt Eure Namen, die Geschichte soll Euch stark machen, aber Ihr lebt in einer anderen Zeit und müsst Euch beweisen. Da könnt Ihr Euch nicht auf dem Adel ausruhen, sondern Ihr müsst besser sein als andere“, erklärt er. Einige Adelige sind pleite gegangen, obwohl sie großen Landbesitz hatten – aber das sind eben keine Manager. Aber genau das ist heute gefragt. Auch wenn einer noch so viel Substanz hat: Wenn er nur davon lebt, ist alles irgendwann aufgebraucht. Und dann gehöre er nicht mehr zu dem Adel, der etwas zu sagen hat. Der Adel, der überleben wird, ist der, der sich mit Bürgerlichen mischt, denn das ist eine Bereicherung. Prinz Eduard verweist auf die zehn regierenden Familien in Europa, in denen alle bürgerlich geheiratet haben. Dennoch versucht der deutsche Adel nach wie vor, für die Töchter möglichst einen adeligen Schwiegersohn zu ergattern. Das war hier schon immer so, aber allmählich sollten sie umdenken und sich, wie die noch regierenden Monarchien, der Anforderungen der Zeit anpassen, findet Prinz Eduard. Früher war das untereinander heiraten im Adel eine strategische Sache. Dadurch hat man in Kriegsfällen Alliierte gehabt, ebenso Erbansprüche und man konnte Allianzen bilden.

T

    The interview with Eduard
    Prince von Anhalt takes
    place in the legendary
    Adlon Hotel in Berlin,

on historic ground, directly at the Brandenburg Gate. And he casually answers the question about the right form of address for a prince: „Actually, almost anything goes for him, but you can’t go wrong with „Prince Eduard“. In general, the head of the Ascanians makes a confident and humorous impression right away. The dynasty of the Ascanians, the prince explains right at the beginning, has existed for over 1,000 years. The best-known ancestor was Albrecht the Bear, whose grandsons founded Berlin and gave today’s capital its heraldic animal.

And how does Prince Edward see himself as head of such a dynasty steeped in tradition – is he rather strict or mild? His family is small and easy to manage, he replies. Then he laughs and says you can’t be strict these days anyway. „Use your names, as history should make you strong, but you live in a different time and have to prove yourself. You can’t rest on your nobility there, you have to be better than others,“ he explains. Some nobles have gone bankrupt, even though they had large landholdings – but they are not managers. And that is exactly what is needed today. Even if someone has a lot of substance, if he only lives on it, it will all be used up at some point. Besides, he no longer belongs to the nobility that has something to say. The nobility that will survive is the one that mixes with commoners, because that is an enrichment. Prince Eduard points to the ten ruling families in Europe in which all have married bourgeois. Nevertheless, the German nobility still tries to get a noble son-in-law for their daughters if possible. That has always been the case here, but gradually they should rethink and, like the monarchies that still rule, adapt to the demands of the times, Prince Eduard thinks. In the past, intermarriage among the nobility was a strategic thing. This meant that in times of war one had allies, as well as hereditary claims, and one could form alliances.

 

L

    a entrevista con Eduard,
    príncipe de Anhalt, tiene
    lugar en el legendario hotel
    Adlon de Berlín, en un

terreno histórico, directamente en la Puerta de Brandenburgo. Eduard responde despreocupado a la pregunta sobre la forma correcta de dirigirse a un príncipe: En realidad, casi todo vale para él, pero no puedes equivocarte con „Príncipe Eduard“. En general, el jefe de los ascanianos causa una impresión de confianza y humor desde el primer momento. La dinastía de los ascanianos, explica el príncipe desde el principio, existe desde hace más de 1.000 años. El antepasado más conocido fue Alberto el Oso, cuyos nietos fundaron Berlín y dieron a la actual capital su animal heráldico.

¿Y cómo se ve el príncipe Eduardo a sí mismo como jefe de una dinastía tan impregnada de tradición? ¿Es más bien estricto o suave? Su familia es pequeña y fácil de manejar, responde. Luego se ríe y dice que hoy en día no se puede ser estricto. “Usa tus nombres, ya que la historia debe hacerte fuerte, pero vives en una época diferente y tienes que demostrar tu valía. Allí no puedes descansar en tu nobleza, tienes que ser mejor que los demás“, explica.
Algunos nobles han caído en la bancarrota, a pesar de tener grandes propiedades, no siempre son buenos gestores. Y eso es exactamente lo que se necesita hoy en día. Aunque alguien tenga muchos bienes, si sólo vive de ellos, en algún momento se agotarán. Además, ya no pertenece a la nobleza que tiene algo que decir. La nobleza que sobrevivirá es la que se mezcla con la gente normal, porque eso es un enriquecimiento.

El príncipe Eduard señala las diez familias gobernantes de Europa en las que todos se han casado con burgueses. Sin embargo, la nobleza alemana sigue intentando conseguir un yerno noble para sus hijas si es posible. Siempre ha sido así, pero poco a poco deberían replantearse y, al igual que las monarquías que aún gobiernan, adaptarse a las exigencias de los tiempos, opina el príncipe Eduard. En el pasado, los matrimonios mixtos entre la nobleza eran algo estratégico. Esto significaba que en tiempos de guerra uno tenía aliados, además de pretensiones hereditarias, y podía formar alianzas.

 

Park von Schloss Ballenstedt: Spätbarocke Pracht aus dem 18. und 19. Jahrhundert

Park of Ballenstedt Castle: Late Baroque splendour from the 18th and 19th centuries

Parque del castillo de Ballenstedt: Esplendor barroco de los siglos XVIII y XIX

Pero esos tiempos han pasado. Por eso el Príncipe Eduardo también dijo adiós a la típica sucesión al trono y hace 10 años introdujo la sucesión independientemente del género. La nobleza se opone, naturalmente, pero eso no le molesta. Según la ley de la nobleza, él es un soberano en su familia y puede determinar cómo es la ley de la casa – y así, por primera vez en los mil años de historia de los ascanianos, habrá una „heredera al trono“, porque el príncipe Eduard tiene tres hijas.

Doch die Zeiten sind vorbei. Daher hat sich Prinz Eduard auch von der typischen Thronfolge verabschiedet, und hat vor zehn Jahren eingeführt, dass die Nachfolge unabhängig vom Geschlecht angetreten wird. Die Adelsverbände haben natürlich etwas dagegen, aber das stört ihn nicht. Laut Adelsrecht ist er ein Souverän in seiner Familie und kann bestimmen, wie das Hausgesetz aussieht – und so wird es das erste Mal in der tausendjährigen Geschichte der Askanier eine „Thronfolgerin“ eine Familienchefin geben, denn Prinz Eduard hat drei Töchter.

Trotz dieser Veränderungen und eines modernen Wandels sind viele Menschen der Meinung, dass der Adel nicht mehr zeitgemäß ist. Auf der anderen Seite lesen die gleichen Menschen wöchentlich bunte Magazine mit einer Auflage von rund 16 Millionen und Berichten über die Königsfamilien und die Welt des Adels. Prinz Eduard steht auf dem Standpunkt, dass jedes politische System seinen Adel hat, eine staatstragende Spitze. Bei uns sind es die großen Unternehmer und Manager, im Sozialismus hieß diese „Nomenklatura“ und ansonsten sind es die Funktionäre. Dem monarchistischen Adel bleiben Traditionen und Erinnerungen an Vorfahren, von denen man lernen sollte, was man im eigenen Leben richtig oder falsch machen könnte. Der aristokratische Lifestyle wird heute gern von neureichen Bürgern imitiert.

Prinz Eduard berichtet von Einladungen seiner englischen Verwandtschaft. Prinz Charles ist einer seiner Cousins, und so war er natürlich auch schon öfter dabei, wenn im Buckingham Palace Königin Elisabeth einen Hofempfang zelebrierte und anschließend getafelt wurde. Die englische Königsfamilie versteht sich als PR-Agentur für das Vereinigte Königreich und als finanzkräftiger Geschäftsmann an der royalen Tafel zu sitzen und sich livrierte Diener aufmerksam um einen kümmern, hat schon so manchen von ihnen davon überzeugt, ins Königreich zu investieren und bzw. oder eine großzügige Spende für einen der Charity-Fonds der Windsors zu geben. Es besteht nach wie vor Kontakt zum englischen Königshaus, denn Prinz Charles ist zudem Schirmherr vom Wörlitzer Park bei Dessau, dem ersten englischen Garten auf dem europäischen Kontinent und einem Schloss, das Vorbild für das Weiße Haus in Washington wurde. Prinz Charles und Ehefrau Camilla kommen gern, weil es ein besonders schöner englischer Park und Ort der englischen Gartenkultur ist, der er sich – wie man weiß – besonders verbunden fühlt; aber leider reduzieren sich die Treffen im Alter etwas. Prinz Eduard ergänzt lachend, da wir im Alter lieber in die Karibik fahren, denn dort ist es wärmer und scheint mehr Sonne als in Deutschland und in England zusammen.

Trotz seines adeligen Lebens hat der Prinz auch bürgerliches Arbeiten kennengelernt. Nach dem Studium an einer Handelsschule in Malaga/Spanien und einer Lehre bei der Deutschen Bank, arbeitete er eine Zeitlang bei Klöckner Stahl in Duisburg. Da ihm letztlich die unternehmerischen Gene fehlten, wurde er Gesellschaftsjournalist und später Adelsexperte in vielen Medien. Seine Fernsehkarriere begann mit einem Beitrag im WDR über einen Prinz Fréderic von Anhalt, den seine Tante gerade adoptiert hatte und der dann später Ehemann der mittlerweile verstorbenen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor wurde. Adoptierte Trägerinnen und Träger des Namens von Anhalt – man geht aktuell von rund 60 weltweit aus – machen bis heute durch Skandale auf sich aufmerksam und haben mit einem echten Familienangehörigen nicht die geringsten Gemeinsamkeiten, bemerkt Prinz Eduard; aber 35 Jahre nach dieser ersten Adoption hat er sich daran gewöhnt. Weniger Verständnis dafür haben viele Bürger in Sachsen-Anhalt, die sich mit der Geschichte des Landes verbunden fühlen und nicht nachvollziehen können, wie ein Staat es zulassen kann, dass diese durch offensichtliche Geschäftemacherei mit historischen Landesnamen beschädigt wird. Prinz Eduard hatte versucht, diese Adoptionen zu unterbinden, dafür tausende Euros an Anwalts- und Gerichtskosten ausgegeben und war gescheitert. Das gehört mittlerweile jedoch der Vergangenheit an und auch die Berichterstattung über Mitglieder von Königsfamilien überlässt Prinz Eduard lieber jüngeren Kollegen. Aktuelle Anfragen zu Meghan und Harrys Bruch mit der Familie oder Prinz Andrews Probleme in Florida, lehnt er ab, weil ihm die guten Beziehungen zur Königin und Prinz Charles wichtiger sind.

Ein Thema liegt ihm dagegen ganz besonders am Herzen: das Verhältnis zu Russland, denn Katharina die Große war eine geborene Prinzessin von Anhalt-Zerbst und wohl die bedeutendste Vorfahrin, immerhin die einzige historische Persönlichkeit, die das Prädikat „die Große“ trägt. Aus Prinz Eduards Familienbesitz befinden sich noch an die 2.400 Gemälde und andere wertvolle Gegenstände in der früheren Sowjetunion, und so sieht er seine Aufgabe darin, diese mit einer russisch-deutschen Stiftung „Katharina die Große“ wieder zurückzuführen und im renovierten Schloss Zerbst der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch verhindert die politische Lage immer wieder dieses für Russland, Deutschland sowie ganz Europa bedeutende Kunst- und Kulturprojekt. Zurzeit plant der Prinz ein Russland-Buch mit der Grundidee, dass Deutschland und Russland, unabhängig von den Interessen der Politik, zumindest kulturell und auch wirtschaftlich aufeinander zugehen sollten. Es wäre schön, wenn das Buch eine Brücke schlagen würde und zum Verständnis beider Völker beiträgt.
Durch Projekte wie Pipeline Nord Stream 2 und moralische Bedenken, alle Beziehungen zu zerstören, und gleichzeitig mit China und seinem Uiguren-Problem, unbeschwert weiter Handel zu treiben, hält Prinz Eduard für äußerst bedenklich. Europa sollte sich endlich gegenüber den Großmächten USA und China emanzipieren. Er begeistert sich an Überlegungen, dass es irgendwann einmal einen Wirtschaftsraum geben wird, der von Lissabon bis Wladiwostok reicht, als Alternative zu Chinas Mega-Projekt, der Neuen Seidenstraße.

In diesem Herbst veröffentlicht Prinz Eduard aber zuerst einmal sein aktuelles Buch mit dem Titel „Dynastie am Abgrund“ und dem Untertitel „Die Askanier im 20. Jahrhundert“. Es handelt sich um eine Doppelbiographie: die seines herzoglichen Vaters Joachim Ernst (1901 – 1947) und um Prinz Eduards eigenes Leben, bis hin zur deutschen Wiedervereinigung, also vom Untergang der Monarchie bis zum endgültigen Verlust der Heimat durch Enteignung. Doch auch der zweite Band ist bereits in Arbeit und wird unter dem Titel “Dynastie der starken Frauen“ (Untertitel „Die Askanierinnen und das 21. Jahrhundert“) zwei Jahre darauf erscheinen.

But those times are over.  That is why Prince Edward also said goodbye to the typical succession to the throne and 10 years ago introduced the succession independent of gender. The nobility naturally object, but that doesn’t bother him. According to nobility law, he is a sovereign in his family and can determine what the house law looks like – and so for the first time in the thousand-year history of the Ascanians, there will be an „heiress to the throne“, because Prince Eduard has three daughters.

Despite these changes and a modern transformation, many people think that the nobility is no longer contemporary. On the other hand, the same people read colourful magazines every week with a circulation of around 16 million with reports on the royal families and the world of nobility. Prince Edward’s point of view is that every political system has its nobility, a state-bearing top. In our country it is the big businessmen and managers, in socialism this was called the „nomenklatura“ and otherwise it is the functionaries. The monarchist aristocracy is left with traditions and memories of ancestors from whom one should learn what one could do right or wrong in one’s own life. Today, the aristocratic lifestyle is gladly imitated by nouveau riche citizens.

Prince Edward reports on invitations from his English relatives. Prince Charles is one of his cousins, so of course he has often been present when Queen Elizabeth celebrated a reception and afterwards dinner at Buckingham Palace. The English royal family sees itself as a PR agency for the United Kingdom, and sitting at the royal table as a financially strong businessman with servants attentively looking after you has convinced many of them to invest in the kingdom and/or make a generous donation to one of the Windsors‘ charity funds. There is still contact with the English royal family, as Prince Charles is also patron of Wörlitzer Park near Dessau, the first English garden on the European continent and a castle that became the model for the White House in Washington. Prince Charles and wife Camilla like to come because it is a particularly beautiful English park and place of English garden culture, to which – as is well known – he feels especially attached; but unfortunately the meetings are somewhat reduced in old age. Prince Edward adds with a laugh, because in old age we prefer to go to the Caribbean, because it is warmer there and there is more sunshine than in Germany and in England put together.

Despite his aristocratic life, the prince also got to know middle-class work. After studying at a business school in Malaga/Spain and an apprenticeship at Deutsche Bank, he worked for a while at Klöckner Stahl in Duisburg. Since he ultimately lacked the entrepreneurial genes, he became a society journalist and later a nobility expert in many media. His television career began with a feature on WDR about Prince Fréderic von Anhalt whom his aunt had just adopted and who later became the husband of the now deceased Hollywood diva Zsa Zsa Gabor. Adopted bearers of the von Anhalt name – it is estimated that there are currently around 60 worldwide – continue to draw attention to themselves through scandals and have not the slightest similarities with a real family member, Prince Eduard remarks; but 35 years after this first adoption, he has become accustomed to it. Many citizens in Saxony-Anhalt have less understanding for this. They feel connected to the history of the state and cannot understand how a state can allow this to be damaged by obvious profiteering with historical state names. Prince Eduard had tried to stop these adoptions, spent thousands of euros on lawyers‘ fees and court costs and failed. However, this is now a thing of the past and Prince Edward also prefers to leave the reporting on members of royal families to younger colleagues. He rejects current enquiries about Meghan and Harry’s break with the family or Prince Andrew’s problems in Florida, because his good relations with the Queen and Prince Charles are more important to him.

One subject, however, is particularly dear to his heart: the relationship with Russia, because Catherine the Great was a born Princess of Anhalt-Zerbst and probably the most important ancestress, after all the only historical personality to bear the title „the Great“.  There are still some 2,400 paintings and other valuable objects from Prince Edward’s family estate in the former Soviet Union, and so he sees it as his task to bring them back with a Russian-German foundation „Catherine the Great“ and to make them accessible to the general public in the renovated Zerbst Palace. However, the political situation repeatedly prevents this art and cultural project, which is important for Russia, Germany and the whole of Europe. At present, the Prince is planning to publish a book on Russia with the basic idea that Germany and Russia, regardless of the interests of politics, should at least approach each other culturally and also economically. It would be nice if the book would build a bridge and contribute to the understanding of both nations.

Prince Eduard considers extremely questionable to destroy all relations with Russia through projects such as the Nord Stream 2 pipeline and moral concerns, and at the same time to continue to trade light-heartedly with China and its Uyghur problem. Europe should finally emancipate itself from the great powers, the USA and China. He is enthusiastic about the idea that one day there will be an economic area stretching from Lisbon to Vladivostok as an alternative to China’s mega-project, the New Silk Road.

This autumn, however, Prince Eduard will first publish his current book entitled „Dynasty at the Abyss“ and subtitled „The Ascanians in the 20th Century“. It is a double biography: that of his ducal father Joachim Ernst (1901 – 1947) and Prince Eduard’s own life, up to German reunification, i.e. from the fall of the monarchy to the final loss of his homeland through expropriation. The second volume is also already in the works and will be published two years later under the title „Dynasty of Strong Women“ (subtitled „The Ascanians and the 21st Century“).

Pero esos tiempos han pasado. Por eso el Príncipe Eduardo también dijo adiós a la típica sucesión al trono y hace 10 años introdujo la sucesión independientemente del género. La nobleza se opone, naturalmente, pero eso no le molesta. Según la ley de la nobleza, él es un soberano en su familia y puede determinar cómo es la ley de la casa – y así, por primera vez en los mil años de historia de los ascanianos, habrá una „heredera al trono“, porque el príncipe Eduard tiene tres hijas.

A pesar de estos cambios y de una transformación moderna, mucha gente piensa que la nobleza ya no es contemporánea. Por otro lado, las mismas personas leen cada semana la prensa amarilla con una tirada de unos 16 millones de ejemplares con reportajes sobre las familias reales y el mundo de la nobleza. El punto de vista del Príncipe Eduardo es que todo sistema político tiene su nobleza, una cúspide estatal. En nuestro país son los grandes empresarios y directivos, en el socialismo se llamaba „nomenklatura“ y en otros casos son los funcionarios.
La aristocracia monárquica se queda con tradiciones y recuerdos de antepasados de quienes uno debería aprender lo que se puede hacer bien o mal en la propia vida. Hoy en día, el estilo de vida aristocrático es imitado con gusto por los nuevos ricos.

El príncipe Eduardo informa sobre las invitaciones de sus parientes ingleses. El príncipe Carlos es uno de sus primos, así que, por supuesto, ha estado presente a menudo cuando la Reina Isabel ha celebrado recepciones y posteriormente cenas en el Palacio de Buckingham. La familia real inglesa se ve a sí misma como una agencia de relaciones públicas para el Reino Unido. El hecho de sentarse a la mesa real como un hombre de negocios financieramente fuerte, con sirvientes que le atienden atentamente, ha convencido a muchos de ellos para invertir en el reino y/o hacer una generosa donación a uno de los fondos de caridad de los Windsor.
Todavía hay contacto con la familia real inglesa, ya que el príncipe Carlos es también mecenas del parque Wörlitzer cerca de Dessau, el primer jardín inglés del continente europeo y un castillo que se convirtió en el modelo de la Casa Blanca en Washington. Al Príncipe Carlos y a su esposa Camilla les gusta venir porque se trata de un parque inglés particularmente hermoso y de un lugar de cultura de jardín inglesa, a la cual -como es sabido- el Príncipe Carlos se siente especialmente apegado; pero lamentablemente los encuentros se reducen un poco con la edad. El príncipe Eduardo añade entre risas; “porque en la vejez preferimos ir al Caribe, porque allí hace más calor y hay más sol que en Alemania e Inglaterra juntas”.

A pesar de su vida aristocrática, el príncipe también llegó a conocer el trabajo de la clase media. Tras estudiar en una escuela de negocios en Málaga y realizar un aprendizaje en el Deutsche Bank, trabajó durante un tiempo en Klöckner Stahl en Duisburgo. Como finalmente carecía de genes emprendedores, se convirtió en periodista de sociedad y más tarde en experto en nobleza en muchos medios de comunicación. Su carrera televisiva comenzó con un artículo en WDR sobre el príncipe Fréderic von Anhalt, a quien su tía acababa de adoptar y que luego se convirtió en el esposo de la ahora fallecida diva de Hollywood Zsa Zsa Gabor.
Los portadores adoptados del apellido von Anhalt -se calcula que en la actualidad hay unos 60 en todo el mundo- siguen llamando la atención con escándalos y no tienen la menor similitud con un miembro real de la familia, señala el príncipe Eduard; pero 35 años después de esta primera adopción, se ha acostumbrado a ello. En cambio, muchos ciudadanos de Sajonia-Anhalt lo comprenden menos.
Se sienten vinculados a la historia y no pueden entender cómo un Estado puede permitir que esto se vea perjudicado por un evidente aprovechamiento de los nombres de Estado históricos. El príncipe Eduard había intentado detener estas adopciones, gastó miles de euros en honorarios de abogados y costas judiciales y fracasó. Sin embargo, esto ya es cosa del pasado y el Príncipe Eduardo también prefiere dejar los reportajes sobre los miembros de las familias reales a sus colegas más jóvenes. Rechaza las consultas actuales sobre la ruptura de Meghan y Harry con la familia real o los problemas del príncipe Andrés en Florida, porque sus buenas relaciones con la Reina y el Príncipe Carlos son más importantes para él.

Sin embargo, hay un tema que le interesa especialmente: la relación con Rusia, ya que Catalina la Grande fue una princesa nacida en Anhalt-Zerbst y probablemente la antepasada más importante, al fin y al cabo la única personalidad histórica que lleva el título de „la Grande“. En la antigua Unión Soviética aún se conservan unos 2.400 cuadros y otros objetos valiosos del patrimonio familiar del Príncipe Eduardo, por lo que considera que su tarea es traerlos de vuelta con una fundación ruso- alemana „Catalina la Grande“ y hacerlos accesibles al público en general en el renovado Palacio de Zerbst. Sin embargo, la situación política impide una y otra vez este proyecto artístico y cultural, importante para Rusia, Alemania y para toda Europa.
En la actualidad, el Príncipe tiene previsto publicar un libro sobre Rusia con la idea básica de que Alemania y Rusia, independientemente de los intereses políticos, traten al menos de acercarse cultural y económicamente. Sería bueno que el libro tendiera un puente y contribuyera al entendimiento de ambas naciones.
El príncipe Eduard considera extremadamente cuestionable destruir todas las relaciones con Rusia a través de proyectos como el gasoducto Nord Stream 2 y sus preocupaciones morales, y al mismo tiempo seguir comerciando a la ligera con China y su problema con la etnia uigur. Europa debería emanciparse finalmente de las grandes potencias, Estados Unidos y China. Le entusiasma la idea de que un día haya un espacio económico que se extienda desde Lisboa hasta Vladivostok como alternativa al megaproyecto de China, la Nueva Ruta de la Seda.

Este otoño, sin embargo, el príncipe Eduard publicará por primera vez su libro titulado „Dinastía en el abismo“ y subtitulado „Los ascanianos en el siglo XX“. Se trata de una doble biografía: la de su padre ducal Joachim Ernst (1901 – 1947) y la propia vida del príncipe Eduard, hasta la reunificación alemana. Es decir, desde la caída de la monarquía hasta la pérdida definitiva de su patria por expropiación. El segundo volumen también está ya en proceso y se publicará dos años más tarde bajo el título „Dinastía de mujeres fuertes“ (subtitulado „Los ascanianos y el siglo XXI“).