Stefan Koslowski

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    ass es attraktive Menschen
    im Berufsleben leichter
    haben als andere, ist eine

oft gehörte Alltagsweisheit, und in der Tat zeigt eine Vielzahl human- und sozialwissenschaftlicher Studien, dass die äußere Erscheinung eines Menschen einen nachhaltigen Einfluss auf seine Karrierechancen hat. Auch wenn Schönheit im Auge des Betrachters liegt und somit recht subjektiv ist, eins ist gewiss: Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie für jünger gehalten werden, als sie sind. So sind in den letzten Jahren viele Trends entstanden, die sich mit diesem Thema beschäftigen, und so verwundert es nicht, wenn es heißt: 60 ist das neue 40. Was früher für undenkbar gehalten wurde, ist für viele erfolgreiche Menschen heute selbstverständlich: sich dauerhaft fit und jugendlich zu fühlen.

Wenn Fotos aus alten Zeiten Unternehmer und Führungskräfte aus Wirtschaft oder Industrie zeigten, waren diese meistens übergewichtig und Zigarre rauchend abgebildet. Schaut man dagegen auf die DAX-Manager und CEO der Gegenwart, so sind diese überwiegend schlank und im Wortsinn körperbewusst. Eine Beobachtung, die Dr. Peter Paterok nicht nur teilt, sondern an deren Entwicklung er seinen Anteil hat. In seiner Praxis in Viersen am Rhein beschäftigt sich der Facharzt für HNO auch mit diesem Thema und hat eine eigene Therapie entwickelt. Dabei nimmt er das „Beste aus zwei Welten“ und bringt diese zu einem Konzept zusammen, denn der Mediziner ergänzt Schulmedizin mit der Komplementärmedizin. Dabei ist letztere eine Erweiterung der Schulmedizin. Schulmedizin besteht für ihn häufig aus den Tabletten und Skalpell. Dabei werden aber die Besonderheiten des Individuums nicht immer gesehen, und die „evidence based medicine“ – also der auf empirische Belege gestützten Heilkunde – kommt hier zu kurz. Und genau hier setzt Dr. Paterok an.

Er stellt klar, dass Einheitsregeln nicht für alle funktionieren können, weil jeder Mensch eine andere Vorgeschichte, eine eigene Lebensweise hat und sich beispielsweise anders ernährt. Die Gesundheit hat viel mit dem eigenen Verhalten zu tun, davon ist der Mediziner überzeugt. Das eigene Übergewicht nur auf die Genetik zu schieben, funktioniert eben nicht. Das Individuelle ist nicht aus einem Gemeinschaftsregal zu bedienen, daher sind hochwertige und individuelle Pflege- und Behandlungsmethoden wichtig, sowie ein differenzierter Lebensstil. Alles muss personalisiert angepasst werden, so kann er keinen Hochleistungssport oder Ballett empfehlen, wenn das körperlich zu dem entsprechenden Individuum nicht passt.

Den typischen Patienten gibt es für Dr. Paterok nicht. Mitunter erscheinen kranke Menschen in der Praxis und der Bedarf ist sofort gut erkennbar. Aber viele kommen auch auf Empfehlung und mit dem Wunsch, etwas zu unternehmen, um nachhaltig fit und gesund zu sein sowie jünger auszusehen und nicht nur die Krankheiten symptomatisch zu behandeln.

Die Reihenfolge einer gesundheitlichen Abwärtsspirale besteht normalerweise aus Belastung – dann Mehrbelastung – später Erschöpfung – danach Dekompensation und schließlich – aus der Krankheit selbst, erklärt Dr. Paterok. Er möchte bereits an der Überbelastung ansetzen, denn die Leistung soll nicht zu Erschöpfung der Reserven führen, vielmehr sollen diese immer wieder aufgefüllt werden. Und dafür gibt es neue Methoden aus der forschenden und der biophysikalischen Medizin, mit denen die „überhitzt laufenden Systeme“ heruntergefahren werden, um in die Entspannung zu gelangen. All dieses dient der Gesundheitserhaltung und dem Aufbau der Widerstandsfähigkeit. Das Erlernen der Bewältigungsstrategien und Erwecken der innewohnenden Kraft zur Gesundheitserhaltung werden trainiert.

Dabei ist die Basis für einen Behandlungsansatz für den sympathischen Mediziner vorab immer die klassische Medizin, diese liefert die Fundamente für die weitere Diagnostik und Therapie. Dann wird auf das Individuelle geschaut, um zu analysieren, wo Bedarf und Mangel sind, aber auch wo die Wünsche bestehen. Danach folgt eine differenzierte Diagnostik, und die findet er besonders spannend, weil diese „schneller als die Krankheit selber“ sein soll.

Die übliche Diagnostik im Krankheitsfall untersucht die Dekompensation. Diese ist dann eigentlich zu spät durchgeführt oder schlichtweg zu grobmaschig, weil sie den Standards folgt und häufig das Individuum übersieht. Unsere Gesundheit verzeiht Dissonanzen nur gewisse Zeit, ist Dr. Paterok überzeugt. Bevor die Krankheit als Dekompensation entstehen kann, sollen wir alle die Gesundheit schätzen, pflegen und hegen, ergänzt er. Daher setzt er Funktionstests ein, um die schwächelnden Kettenglieder zu erkennen. So leisten er und sein Team ihren Beitrag, damit die Patienten genesen und wieder ihr Leben genießen können. Besonders wichtig sind ihm dabei folgende acht Elemente:

  • Nahrung
  • Flüssigkeit
  • Atmung
  • Licht
  • Bewegung
  • Kommunikation dank der Sinnesorgane
  • Seele
  • Träume

All diese Komponenten gehören zusammen und sind gleichzeitig zu optimieren, so sind Erfolge auch planbar. Dr. Paterok benutzt dafür eine musikalische Metapher und sieht in diesen acht Elementen eine Oktave – diese ist die Basis der Behandlung. Und so spricht er davon, dass jeder Mensch sein eigener Dirigent für das Konzert seines Lebens ist. Will man die Gesundheit als Konzert verstehen, so muss die ganze Tastatur bedient werden. Diesem gleichermaßen passenden wie schönen Bildnis hätte wohl auch ein Dorian Gray nichts hinzuzufügen.

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